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Gesundheit und Wohlbefinden

Fragen und Antworten rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden


 

F: Sind Hunde reine Fleischfresser?

                und

F: Kann ich meinen Hund auch vegetarisch ernähren?

 

A: Hunde sind überwiegende Fleischfresser. Sie haben einen weit höheren Bedarf an tierischem Protein als Menschen, aber einen etwas geringeren als z.B. Katzen.

Wenn wildlebende Wölfe oder Hunde ein Beutetier reißen, fressen sie in der Regel dessen Magen-Darm-Trakt zuerst. Im Verdauungstrakt der pflanzenfressenden Beutetiere befinden sich größere Mengen mehr oder weniger verdauten pflanzlichen Materials, welches für den Hund wertvolle Nährstoffe enthält.

Betrachtet man ein solches Beutetier als komplette Mahlzeit, die nicht nur aus Muskelfleisch, sondern auch aus Blut, Knochen, Organen und pflanzlichem Magen-Darm-Inhalt besteht, wird deutlich, dass Hunde weder 100%ige Fleischfresser sind, noch rein vegetarisch ernährt werden dürfen.

Darüber hinaus ernähren sich Wölfe und Hunde in freier Wildbahn in Zeiten ohne Jagderfolg zum Teil auch von Gräsern und Früchten. So decken sie ihren Bedarf an manchen Vitaminen und Antioxidantien sowie auch an Ballaststoffen.

Zuviel oder ausschließliche pflanzliche Nahrungsbestandteile verschieben den pH-Wert des Urins in den alkalischen Bereich, was zur Entstehung von Harnsteinen führen kann.

 

 

F: Mein Hund bekommt FUNKTIONAL Gewicht zur Gewichtsabnahme. Welche Leckerlis kann ich ihm geben, ohne die Diät zu gefährden?

 

A:So hart das klingt: Am besten gar keine!

Eine gute Möglichkeit kann aber sein, morgens die gesamte Futtermenge des Tages abzuwiegen und in einer Schüssel bereitzustellen. Alles was Ihr Hund dann im Laufe des Tages zu sich nimmt, sei es als Mahlzeit oder als Belohnung zwischendurch, sollte nur aus dieser Schüssel kommen. So “verdient“ sich Ihr Hund Teile seines normalen Futters.

Wenn es doch mal etwas anderes sein soll, können Sie Ihrem Hund auch mal ein Stückchen Salatgurke, Möhre oder Apfel anbieten. Aber alles nur in Maßen, bitte!

 

Vorsicht bei Banane, sehr süßen Früchten oder beispielsweise Zwieback: Diese Snacks enthalten sehr viel mehr Kalorien, als man denkt und sollten deshalb in der Phase der Gewichtsreduktion unbedingt gemieden werden!

 

 

F: Ist es vertretbar, wenn ich meinen Hund, wie früher üblich, mit Essensresten bzw. vom Tisch füttere?

 

A:  Das richtige Futter mit dem optimalen Nährstoffgleichgewicht ist bedeutend für die ständige Bereitstellung von Energie für den Organismus, und um die Substanzen für Aufbau, Reparation und Regeneration der Organe zu liefern.

Hunde sind überwiegende Fleischfresser. Sie haben einen weit höheren Bedarf an tierischem Protein als Menschen. Auch ihr Verdauungssystem ist an ein ganz anderes Nahrungsangebot angepasst als das menschliche.

Darüber hinaus enthält gutes Hundefutter alle notwendigen Nährstoffe nicht nur in der richtigen Menge, sondern auch im richtigen Verhältnis (wichtig bei Calcium und Phosphor), um das Tier gesund zu erhalten. Bei einigen Nährstoffen, wie z.B. Protein und Fett, sind die Toleranzbereiche, in denen es dem Hund wirklich gut bekommt,  relativ weit. Bei manchen Mineralstoffen und Vitaminen hingegen, müssen die mit dem Futter zugeführten relativen oder absoluten Mengen in engeren Grenzen bleiben, um den Hund nicht nur gesund und leistungsfähig zu erhalten, sondern zu verhindern, dass er krank wird.

Ein Zuviel kann ebenso Schaden hervorrufen wie ein Zuwenig.

Zudem sind einige Leckerbissen aus der menschlichen Ernährung für unsere Haustiere schädlich oder sogar giftig (z.B.Schokolade)!

 

 

F: Was muss ich beachten, wenn ich mein Tier jetzt von einem anderen Futter auf „Dr. Link“ Futter umstellen möchte?

 

A: Die tierärztliche Empfehlung lautet, an den ersten beiden Tagen die Ration in 25% neues Futter und 75% gewohntes Futter aufzuteilen. An den nächsten beiden Tagen können 50% neues und 50% bisheriges Futter gegeben werden, am 5. und 6. Tag geben Sie 75% vom neuen und nur noch 25% vom alten Futter. Am 7. Bis 9. Tag ist die Futterumstellung abgeschlossen, Sie geben nun nur noch das neue Futter. Auf diese Weise sollten auch magensensible Hunde keine Schwierigkeiten haben.